Nach meiner Meinung gibt es in diesem Buch zwei Hauptpersonen:
Arton Erenor und Rai (im Buch stand nichts über den Nachnamen von Rai).
Arton Erenor ist Leiter der bekannten und geschätzten Ecorim- Kriegerschule in Seewaith. Er lebt dort mit seinem Ziehvater Maralon (im Moment weiß Arton noch nicht, dass Maralon nicht sein richtiger, sondern sein Ziehvater ist.) und Arden seinem nichtrichtigem Bruder. Maralon besitzt ein Schwert namens Cor. Es ist von außergewöhnlicher Macht. Mit Cor hatte Ecorim Erenor in der Schlacht um Arch Themur gesiegt. Arch Themur war die erstaunlichste Festung aller Zeiten. Er (Ecorim Erenor) ist, wie Arden später erfährt, dessen Vater. Siva, die bekanntlich der Öffentlichkeit die Frau von Maralon ist, ist eigentlich die Frau von Ecorim. Siva und Ecorim kamen bei einem Schiffsunglück ums LebenWarscheinlich wurde dies durch den König Jorig Techel vollbracht. Das sagenumwobene Schwert wird vom Vater zum Sohn weitergegeben. Eines Tages offenbart Maralon Arton, dass er kein Erenorisches Blut in den Adern hat. Auch will er Arton nicht preisgeben wer sein leiblicher Vater ist.
Nach dem kalten Winter gibt es auf den Straßen Seewaiths nur noch eine Art von Menschen zusehen: Lauter hungernde, ausgemerkelte. Wie jedes Jahr nach dem Winter ist das eine fette Beute für die Kindersklavenhändler. Sie kamen zu den Eltern
Und gaben diesen eine kleine –die aber für die hungernden Menschen groß schien –Menge Geld. Zusätzlich logen sie, dass die Kinder eine erstklassige Ausbildung bekommen und immer genügend zu Essen haben. Um die Eltern weiterhin zu überzeugen wählen die Sklavenhändler ein paar Kinder aus, gaben ihnen genügend zu essen und eben eine erstklassige Ausbildung. Die Auserwählten durften dann nach zu ihren Eltern zurück und berichteten dann jener von der supertollen Ausbildung und dem ausreichenden Essen. Somit wurden die Warnungen des Rates vor den Händlern einfach ignoriert. Es gab sogar ein Gerücht nachdem zufolge der Stadtrat die Einwohnerzahl nur aus dem Zweck nicht weiter schwinden lassen wollte, damit Seewaith keinen Ansehnsehensverlust den Nachbarstädten gegenüber erlitt.
In einer Versammlung des Rates, in dem auch Arton ist wird beschlossen, dass Allen ärmeren Leuten folgendes Angebot gemacht wird: Die Eltern kriegen ein kleines Sümmchen. Dafür werden die Kinder in die Ecorim – Kriegerschule aufgenommen. Mit ausreichender Verpflegung. Einerseits tat man dies , da sonst bald die ganze Stadt in Sklaverei versank, anderseits weil es in letzter Zeit wenige Leute gab, die in der Schule die Abschlussprüfung bestanden. Daher sank auch die Zahl der gut ausgebildeten Gardisten. So waren bald Daia, Meatril, die Brüder Ertol, Targ und Deran, Megas, Thalia und die Stammesschwestern der Istanoit (ein Nomadenstamm) Tarana und Derbil da.
Rai hat seine Eltern nie kennen gelernt. Seit er sich erinnern kann, lebt er auf der Straße. Er ist –wie viele arme Tileter – ein Straßendieb. Als er Barat trifft,lässt ersich aufeine riskante Sache ein: In den königlichen Palast einzubrechen. Waghalsig, da der Palast rund um die Uhr von Gardisten bewacht wird!! Barat trifft Rai nicht zufällig.
Er hatte Rai schon einige Tage lang auf seinen Beutezügen beobachtet und hatte sich schließlich dafür entschieden, dass der junge Tileter genau der richtige für seinen Plan ist.
Drinnen im Palast und bald dann auch in der Schatzkammer kommt plötzlich ein komisches Wesen und zwar nicht durch den Gang von dem auch Rai gekommen ist, sondern es sprengt die massive Tür! Es ist sehr klein und das Gesicht ist, wieder Rest des Körpers ganz in ein schwarzes Gewand gehüllt. Das Etwas ist erstaunlich gut in der Kampfkunst. Es benutzt Dolche. Da Rai nicht bewaffnet ist greift er nach einem alten, schwarzen Schwert. Als kurz darauf Gardisten auftauchen, besiegt er sie, als hätte er nie etwas anderes getan. Die Kraft scheint von dem Schwert auszukommen. Während der kleine Kerl – oder die kleine Kerlin – kämpft, flüchtet
Rai mit dem merkwürdigen Schwert durch einen Geheimgang, der in die Kanalisation führt. Und mit keiner einzigen Goldmünze, die dort in Bergen aufgetürmt waren!
Bald hat er Barat erreicht, der mit einem Boot wartet. Er ist ziemlich wütend.
Sie fliehen.
Auf dem Meer hören sie lautes BUM BUM BUM. Das heißt, wie Barat feststellt: Drei Kriegsschiffe! Nach und nach wird ihnen bewusst, wie wertvoll das Schwert sein muss.
Auf einer Insel fallen sie Sklavenhändlern in die Arme. Einer von den Händlern nimmt das schwarze Schwert an sich. Die beiden Gefährten werden in die Erzminen Andobras
Gebracht. Schrecklich! Unter der gewaltsamen Herrschaft Ulags eines – ja, was ist er eigentlich? Jedenfalls kein Mensch! –müssen sie schuften. Für das Erz bekommt man dann entweder mehr, oder weniger Essen. (Abhängig von der Menge des Erzes)
In diesem dunklen Bergwerk treffen Rai und Arton schließlich zusammen.
Werden sie einen Weg finden, der in die Freiheit führt??
Ein schönes, spannendes Buch. Eigentlich habe ich noch nie ein Fantasy-Buch gelesen, dass zwei Hauptpersonen hat, die sich von Anfang an noch nicht kennen und sich erst im Laufe des Buches (eigentlich eher Mitte bis Ende) treffen.
Was ich nicht verstehe: Auf der Rückseite des Buches steht nur Rai`s Geschichte. Kein Sterbenswörtchen über Arton.
Gut finde ich das Personen-Verzeichnis. Es fehlen nur die Götter: Bajula, Cit, Kaloqueron und Xelos.
Ab 11 Jahren.
Erster Band einer Triologie.
Lisa-Marie
Autor: Michael Rothballer
Titel: Vermächtnis der Schwerter – Tausendsturm
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6126-3
Preis: 18,90 €